Sunday Reset

Ich glaube, ich hatte heute meinen ersten ‚ever‘ Sunday Reset. Und er war fantastisch!

Was ist ein Sunday Reset?

Ein Sunday Reset bedeutet, dass man den Sonntag nutzt, um Aufgaben zu erledigen, die während der Woche liegen geblieben sind und für die man sich nun am Sonntag Zeit nehmen kann.

Warum wirst Du den Sunday Reset lieben?

Ein Sunday Reset kann eine halbe Stunde dauern, aber auch zwei. Aber eines verspreche ich Dir: Dein Sonntag Abend und Start in die Woche werden sich nie wieder so toll anfühlen!

Egal wie viel oder wie wenig Du schaffst:
Lenke dein Augenmerk beim Sunday Reset auf Bereiche in deinem Leben, für die Du ansonsten nicht viel Zeit aufwenden magst oder die Du vielleicht einfach nicht ’siehst‘. (Wer kann nicht tagelang ohne es zu realisieren über einen Wäschekorb voll sauberer Kleidung steigen, anstatt sie in einer halben Stunde zu falten und im Kleiderschrank verschwinden zu lassen?)
So hast Du das größtmögliche Gefühl der Veränderung, denn eine Ecke, die immer unordentlich oder unruhig war, ist nun endlich ordentlich und sauber.

Bettwäsche waschen, Handtücher tauschen.

Während meine Mutter noch einen ganzen Stapel Bettbezüge im Schrank hatte, haben wir ein Set für das Jahr und ein Set für die Weihnachtszeit. Das bedeutet, dass ich das Bett abziehe, die Wäsche wasche, trockne, wieder aufziehe und wir abends wieder im gleichen, aber frisch gewaschenen Set Bettwäsche schlafen.

Handtücher zu tauschen halte ich für einen Klassiker auf einen Sonntag. Wie ein festes Datum, an dem man seine Zahnbürste tauscht. Man kann den Überblick darüber verlieren wie lange man schon ein Handtuch benutzt und ich halte Sonntag für den perfekten Tag für neue Handtücher und die Abenddusche vor einer neuen Arbeitswoche… Naja, was soll ich sagen.

Aufräumen.

Ooooh. Woooow. Innovativ.
Lass mich erklären!
Wo wir vorher ein Bild hängen hatten, hängt nun ein Klimagerät. Das Bild stand ewig in einer Ecke. Heute haben wir es wieder an die Wand gehängt. Nur woanders. Haben in dem Zug auch gleich noch ein paar alte Löcher in den Wänden zugespachtelt. In der Ecke stand auch eine automatische Babyschaukel. Die ist jetzt endlich mal ins Kinderzimmer gewandert. Der Handgepäckskoffer? Endlich im Keller. Das überflüssige Regalbrett für den Kleiderschrank? In der Werkstatt, um dort zu irgendetwas anderem umgefräst zu werden. Die 15 Bücher auf dem Kopfteil unseres Bettes, von denen ich nur drei gleichzeitig lese? Ins Bücherregal. Die Handcreme, die ich nie verwende? Auch weg.

Aufräumen kann zum Rausch werden und man darf sich dabei nicht stoppen!

Kühlschrank ausmisten.

Ich war die Queen des Lebensmittelverkommenlassens. Ständig musste ich Lebensmittel wegwerfen, hab Sachen verschimmeln lassen oder hatte keinen Überblick über was ich im Haus habe.

Heute habe ich mir mein Klemmbrett genommen und habe mir notiert was ich im Kühlschrank habe, Verfallsdatum bzw. was besonders bald wegmuss, wie zum Beispiel der Salatkopf.
Dann habe ich mich hingesetzt und mir überlegt welche Gerichte ich daraus machen kann und dann bin ich los und habe Rezepte durchgesehen, Zutaten aus dem Rezept ersetzt mit Dingen, die ich noch im Kühlschrank habe und mir herausgeschrieben, was ich jetzt morgen noch kaufen muss, um für die ganze Woche Abendessen (und Mittag für mich – besagter Salat) machen zu können, während ich ein Augenmerk darauf habe, was sich noch in meinem Kühlschrank befindet, damit ich nichts mehr wegwerfen muss.

Ich bin da tatsächlich auf eine gute Idee gekommen und werde ein Formular erstellen, welches euch in Zukunft helfen kann, den Überblick über den Kühlschrankinhalt zu behalten, kombiniert mit eurer Wochenplanung und Einkaufsliste, damit ihr, wie ich, nie wieder gute Lebensmittel wegwerfen müsst.
Nächste Woche steht noch meine Steuererklärung ganz oben auf dem Plan, aber dann baue ich das Ding und stelle es euch zur Verfügung.

Wochenplanung

Eigentlich habe ich die Wochenplanung im vorherigen Punkt schon aufgegriffen, aber ich will hier nochmal drauf eingehen.

Ich plane meine Wochen immer sehr explizit, streng und genau und so streng ich meine Woche plane, so entspannt gehe ich dann damit um. Haha.
Ich will länger mit meinem Hund spazieren gehen oder später und noch ein Weilchen mit ihr auf der Couch chillen? Der ‚Folgetermin‘, der dann vielleicht ‚Steuer 2023‘ heißt oder ‚Mittagessen‘, wird dann einfach nach hinten verschoben.

Dadurch schaffe ich fast nie so viel wie ich mir am Sonntag für den jeweiligen Tag vorgenommen hatte, aber ich fühle mich am zen-‚igsten‘, am meisten hygge. Bin am glücklichsten. Und der nächste Tag ist dann vielleicht sogar noch produktiver, als ich ihn am Sonntag geplant hatte.

Aber ich plane meine Woche! Darauf will ich hinaus.
Ich plane MEINE Mahlzeiten und das Abendessen vom Mann, ich plane ein wann ich mit dem Hund rausgehe, ich plane welche Aufgaben ich an dem Tag erledigen möchte und natürlich sehe ich mir an welche Termine ich habe, damit ich mich mental oder vielleicht auch materiell darauf einstellen kann.

Beispiel: Am Dienstag haben wir einen Termin mit der Agentur, die uns mit dem Elterngeld helfen soll, also muss ich Montag noch ein paar Unterlagen einscannen und hinschicken.

Eingeplant für Montag 11 – 13 Uhr und 15 – 17 Uhr, falls es länger dauert. Bin ich schneller fertig, kann ich mich wieder an meine Steuererklärung machen.

Mein Tipp für Ja-Sager:

Ich ertappe mich manchmal dabei, dass ich zu Dingen ‚ja‘ sage, zu denen ich viel lieber ’nein‘ hätte sagen sollen bzw. wollen.
Meinen Terminkalender vollzuknallen, aber flexibel zu halten, gibt mir selbst den Schutzschild ’nein‘ sagen und mich hinter meiner To Do verstecken zu können, während ich aber Zeit freischaufeln kann, wenn ich wirklich ‚ja‘ sagen möchte.
Vielleicht hilft euch das auch?

Grosse Projekte für zwei.

Wir sprechen jetzt nur noch von Wochen, wenn es darum geht wie lange wir noch auf unser Baby warten müssen. Und ich meine nicht zwölf Wochen oder neun, ich meine weniger als drei……
Eigentlich sind wir fertig mit den notwendigen Vorbereitungen und mit ‚eigentlich‘ meine ich, dass nur noch Sachen übrig sind, die sich auch machen lassen, wenn das Baby schon da ist.

Aber heute haben wir nochmal einen dicken Punkt von der Liste gestrichen und…. es ist wieder einer dieser Punkte der ‚größtmöglichen Wirkung‘ während des Sunday Reset.

Wir haben an den Kleiderschrank im zukünftigen Kinderzimmer endlich die Türen angebracht und nun ist es ein Wow!-Moment jedes Mal, wenn ich ins Kinderzimmer gehe. Was für eine Veränderung!
Die Punkte an der Decke waren schon der Hammer (What is she talking about?!), aber die Türen machen nochmal so einen Unterschied. Die Türme an Windeln sind nun nicht mehr so präsent. Haha!

Das grosse Finale.

Der Mann hat gerade den Grill angeworfen, ich weiss, was er drauflegen wird, ich habe einen lecken Salat im Kühlschrank und dazu werden wir eine Folge (drei Folgen….) ‚1883‘ schauen und das ist der perfekte Abschluss eines perfekten Sonntags!

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